Der erste Besuch unseres zukünftigen Zuhauses

 

Am 4.11.2003 war es dann soweit. Wir flogen mit V-Bird von Weeze Niederrhein nach Nizza und machten uns mit unserem kleinen gemieteten Renault auf in Richtung Clamensane.

Nachdem wir 3 Stunden später die Sasse Richtung La Batie überquert hatten und nach ca. 1,5 Kilometern in die Einfahrt des Grundstücks einbogen, stellten wir fest, dass wir genau diese Strasse vor einigen Jahren schon einmal gefahren waren. Bei unserem letzten Besuch in Sisteron hatte sich auf einer Mopedtour von Sisteron nach Sant Geniez und weiter nach La Motte du Caire endgültig der Entschluss festgesetzt: Hier wollen wir mal leben!!!

Und genau an diesem Tag waren wir an unserem heutigen kleinen Paradies vorbei gekommen.  Welch ein Wink des Schicksals, La Batie hatte uns gefunden und wir La Batie.

Wir fuhren auf das Grundstück und während wir uns die 500 Meter von der Strasse aufs Haus zu bewegten, sammelten wir die ersten Eindrücke.

Alles war schon ziemlich südfranzösisch und  anders als bei uns am Niederrhein, aber irgendwie auch ein bisschen deutsch.

Die deutsche Besitzerfamilie  hat seit dem Kauf ca. 9 Jahre zuvor, viel Arbeit in das 32 Ha große Anwesen gesteckt.Sie hatten technisch Vieles perfektioniert und verändert, dabei aber weniger Wert auf optische Schönheit gelegt.

La Batie war mit einem insgesamt 15 Kilometer langen Elektrozaun versehen um die 80 Ziegen in Schach zu halten. weiterhin hatten sie ein weit verzweigtes Bewässerungssystem angelegt, dass in der Lage war auf dem gesamten Grundstück die Flächen zu bewässern. Gespeist wurde das System von einem kleinen extra angelegten Stausee mit 4 Meter hoher Staumauer.  Der  natürlich Höhenunterschied sorgte dafür, dass das Wasser ohne Pumpen mit bis zu 8 Bar aus den Rohren drückte.

Eigene Trinkwasserquellen, Solarheizung und eine Wasserturbine rundeten die ganze Sache ab.

Die nächsten zwei Tage waren ein ständiges auf und ab zwischen sollen wir es wagen oder nicht.

Nachdem wir die letzte Nacht nicht schlafen konnten, weil wir hin und her überlegten, stand eigentlich unser Entschluss fest, der Familie ab zusagen, da ein Bauernhof in der Provence für uns zu dieser Zeit aus beruflichen Gründen einfach nicht machbar schien.

Die Familie wohl schon so etwas geahnt und bot uns eine mögliche Lösung an.

Eine befreundete Familie mit mehren Aufenthalten Erfahrung auf La Batie wäre bereit von Deutschland nach La Batie zu ziehen, um den Hof für uns zu verwalten. Wir waren sprachlos und willigten ein uns mit der Familie einen Monat später auf La Batie zu treffen.

 

 

 

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