Der neunte und letzte Tag, ca.14 Kilometer, 300 Meter Höhe und 25.000 Schritte und

Das war er dann, mein letzter Tag auf diesem meinem ersten Jakobsweg. Als ich morgens aufwachte war ich eigentlich noch guter Dinge auch mein Ziel den Lure Kamm zu überqueren, noch zu schaffen. Doch dann wies mich mein Vermieter darauf hin, dass wir jetzt um 8.30 Uhr schon rund 25 Grad anliegen hätten. Nicht gerade die Temperaturen um bei meiner Kondition ans Maximum gehen zu können. Nach einem schönen Frühstück und nettem Gespräch mit dem Vermieter machte ich mich auf den Weg in Richtung der Les Amarines genannten Hügel vor Aubignosc. Der Himmel war strahlend blau und die Hügel lagen herausfordern vor mir.

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Sieht zwar nicht hoch aus, aber das dauernde Auf und Ab war dann bei den Temperaturen doch nicht ohne. Zuerst ging es Richtung Le Vieux Village .

Auf dem Plateau waren überall Ruinen und Mauerreste verteilt. Die Via Domitia war wohl auch durch dieses Dorf verlaufen.Eine Burg und auch der Rest waren wohl um 1793 zerstört worden.

Für mich persönlich beeindruckend war die Ruine der Kapelle, erbaut um 1532. Es standen nur noch die Außenmauern und die Altarecke mit einem Teil des Dachgewölbes. Wanderer hatten aus den herumliegenden Steinen Kirchenbänke angeordnet und um den nicht vorhanden Altar eine Halbkreis gebildet. Der Ort hatte was sehr schönes und friedliches und lud zum verweilen ein. Als ich dann so auf der Steinbank saß und die Rückwand mit der runden Öffnung betrachtete, bemerkte ich dank meines Iphone Kompass, das die Kapelle genau in West/Ost Richtung gebaut war. So mußte wohl am Abend  ein kreisrunder Sonnenstrahl den Altarraum und vielleicht eine Marienstatue erleuchtet haben.

Anschliessend ging es für fast 2,5 Stunden über herrliche kleine Waldwege Richtung Aubignosc/Peipin.

Als ich dann oberhalb Peipin ankam und beim herauskommen aus dem Wald die Hitze bemerkte, stand mein Entschluss fest mir heute den Lure zu sparen. Zumal hatte das ständige auf und ab Kraxen über Stock und Stein, meiner Fersenblase sehr zu gesetzt. Sisteron und damit La Batie waren zu verlockend und der Lurekamm sah nicht wirklich easy aus.

Ein leckeres Eis in Peipin beendete diese Wanderung und ich ließ mich von Ellipirelli abholen.

Fast 10 herrliche Wandertage waren zu Ende und ich denke es war nicht das letzte Mal, dass ich  so eine Tour mache. Montgenvre bis La Motte du Caire wär sicher auch sehr schön, aber wenn dann im Mai oder Herbst. Mal schauen.

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6 Kommentare zu „Der neunte und letzte Tag, ca.14 Kilometer, 300 Meter Höhe und 25.000 Schritte und“

  1. Chapeau, Michael. Das hat Spaß gemacht, deinen Weg in den letzten Tagen zu verfolgen! Dass du dir den Lure-Kamm erspart hast, kann ich gut nach vollziehen. für uns geht es am Samstag wieder Richtung Niederrhein….
    Gruß Werner und Moni

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    1. Freut mich wenn es euch gefallen hat. Mir hat der Weg auch sehr viel Spaß gemacht und ich denkle , es wird nicht der Letzte sein. Bekommt keinen Sonnenbrand an den letzten Tagen und gute Fahrt Richtung Heimat.
      Heute war für mich statt wandern ein Tag Trecker fahren angesagt. Zuerst Rasenmäher und dan der große zur Heuernte. Also Adieu ruhiger Weg und liebe Grüße

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