Day 2 meines Fliegerurlaubs auf Kiripotib

Heute war dann erst einmal basteln angesagt. Nach den gestrigen Temperaturproblemen beschloss Christian auf Rat von Oliver Binder, das Kühlwasser komplett abzulassen und durch neues Kühlwasser zu ersetzen, dem weniger Frostschutzmittel beigemischt wurde    ( bis Minus 10 Grad ). Wasser mit weniger Frostschutz kühlt anscheinend besser als welches mit viel Frostschutz.

Jetzt werden wahrscheinlich manche denken, wofür Frostschutz im Hochsommer in Südafrika. Aber obwohl es unten im Moment bis zu 40 Grad warm wird kühlt sich die Temperatur immer mehr ab je höher man kommt. Und da wir ja in Namibia fliegen weil hier die Aufwinde so hoch gehen und die Wolken so hoch sind, steigen wir auf bis zu 6000 Meter unter den Wolken. Da kann s schon ziemlich kalt sein überhaupt und im Wolkenschatten noch mehr.

Meine Ellipirelli kann davon ein Lied singen. Bei unserem ersten Namibia Urlaub flogen wir vom Rand der Namibwüste zurück Richtung Pokweni. Über 250 Kilometer gerader Endanflug aus 6000 Metern mit der Sonne im Rücken. Ellipirelli hatte nur ein Sommerkleid an, wegen der hohen Temperaturen am Boden. Ich glaube so hat sie nie mehr gefroren.

Soviel zum Thema frieren in der Wüste.

Die ganze Aktion dauerte fast zwei Stunden, da unsere Klappmotoren ja Alles auf engstem Raum haben und man schon Fingerakrobat sein muss um überall dran zu kommen. Nach verschiedenen Maßnahmen um die schädlichen Luftblasen aus dem System zu bekommen, konnte ich dann gegen 14 Uhr endlich in die Luft. Die Temperaturwarnung kam zwar immer noch aber erheblich später und ich genoss 2 Stunden Blauthermik auf bis zu 4500 Metern, trotz vorhandenem Grauschleier in der Höhe.  Ich flog Richtung Pokweni Flugplatz wo alle Flieger am Boden standen und plötzlich befand ich mich über einem Sandsturm der sich wie eine Rauchfahne aus der trockenen Wüste abgelöst hatte.

Es war kein Sturm wie wir ihn in aus Europa kennen,  der Wind blies in der Höhe mit rund 40 km/h  aber die warme Luft trug den Sand auf bis zu 4500 Metern und wehte ihn Richtung Südwest.

Ich flog zurück Richtung Kiripotib und beobachte von oben die Champions wie sie von ihrer Tagesaufgabe zurückkamen. Um  5 Uhr wurde ich per Funk daran erinnerte, dass alle um 6 Uhr zum Sundowner aufbrechen würden und ich jetzt besser landen sollte.

Mit der üblichen Verspätung ging es durch das riesige Farmgelände zum Sundowner.  Wir sahen zwar einige Springböcke, aber ansonsten fast keine Wildtiere.

Am Treffpunkt standen schon Tische mit Getränken und Snacks bereit. Alle neuen und alten Teilnehmer des Flying for Champions waren in Standardkleidung von Rent a Glider gekommen und ich stach da mit meinem Pokweni T-Shirt schon etwas raus

Der herliche Sonnenuntergang schloss dann meinen Tag auf Pokweni Namibianische Art ab.

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