Wir sind angekommen

Ein super schöner Tag ist zu Ende und all die Zweifel ob wir problemlos durchkommen würden sind vergessen. Früh morgens um 8 Uhr immer wieder der besorgte Blick auf diverse Wetterportale, doch Jochens Aussage, das klappt schon, beruhigte dann doch. Nach einem ruhigen und leckeren Frühstück stand das Taxi pünktlich vor der Tür und wir fuhren Richtung Flugplatz Bremgarten. Der Himmel war strahlend blau und es zeigten sich herrliche Lentis in der Höhe. Am Platz angekommen war der Bodenwind zum Glück noch nicht so stark und wir bereiteten unseren Flieger auf den Start vor. Nachdem der Turm besetzt war starteten wir Richtung Osten, um dann gleich Richtung Mulhouse abzudrehen. In knapp 1000Fuß giing es über die Grenze Richtung Besancon. Nachdem wir den Luftraum um Basel verlassen hatten konnten wir endlich steigen und gingen direkt über die lockere Cumuluswolkenschicht.

Inzwischen war der Ostwind mächtig aufgefrischt und wir hatten in 2645ft über Ground eine Groundspeed von 197 km/h. Nicht schlecht für unsere sonst eher gemächliche C42. In der Spitze wurde es dann sogar 210 km/h, was einer Rückenwindkomponente von 50 bis 60 km/h entsprach.

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Bei Besancon fiel dann erst mal unser Navi aus. Es hatte wohl Anfangs Probleme die französischen Karten zu laden, wie sich noch herausstellte. Mit traditionellen Papierkarten und meinem I Glide auf dem Handy konnten wir aber problemlos die Situation überbrücken. Von Süd grüßte majestätisch das Mont Blanc Massiv, welches  mächtig über die Inversionsschicht   herausragte.

Die Zeit verging und wir kamen so langsam voran Richtung Grenoble. Die Sicht wurde voraus zwar immer schlechter, aber nach unten war Alles noch im grünen Bereich. Die angekündigte hohe geschlossene Wolkendecke war da und wir bewegten uns zwischen dunstiger Talinversion und hoher geschlossener Wolkendecke.

Schliesslich war Grenoble erreicht und wir drehten Richtung Serres um über den Pass Croix Hautes nach Sisteron zu kommen. Sah zwar Alles ziemlich grau aus, aber Bodensicht war da und die Spitzen der Berge waren gut zu erkennen.

Dann waren wir auch schon in Sisteron, wo uns Ellipirelli schon am Rande der Piste erwartete. Zum ersten Mal rollte unsrere C42 über den Flugplatz Sisteron zum neuen Hallenplatz. Unser kleines Abenteuer war zu Ende und wir freuten uns auf unser Bier auf La Batie.

 

 

 

Der erste Teil ist geschafft

Heute dann der besorgte Blick aus dem Fenster, aber dann hatte der Wetterbericht recht behalten, das Wetter war gut. Um 10 Uhr fuhren wir zum Platz und holten unsere C42 aus der Halle. Nachdem Alles verstaut war ging es auf die Piste. Der Wind war zwar diagonal und stärker als erwartet, aber dafür konstant.

Schnell waren wir in der Luft und drehten auf Kurs Südwest. Wir passierten Grefrath,meinen alten Heimatflugplatz.

Dann ging es weiter entlang den früher so geliebten Braunkohlekraftwerken, kein Bart war so spannend wie ein letzter Versuch in den Dunstwolken eines Kühlturms den Bart zu finden , der einen nach Hause bringen würde.

Fliegerhost Nörvenich war die nächste Station. Ziemlich verlassen und trostlos, aber doch verbunden mit vielen Passagen im Segelflieger, mal höher und oft leider tiefer.

Vorbei am Flugplatz vieler schöner gemeinsamer Wettbewerbe, Mönchsheide, dem Lacher See , ging es weiter Richtung Lachen Speyerdorf. Der Gegenwind machte uns immer noch zu schaffen und unser GPS zeigte rund 25 km/h weniger als der Fahrtmesser, Bei Bruchsal drehten wir dann Richtung Westen und wir hatten endlich mehr Speed, fast 170 km/h Groundspeed waren schon super.

Und dann endlich Bremgarten. Bei 1600 Meter Asphaltpiste war die Landung bei fast 25 Knoten Wind dann doch kein Problem. Beim Tanken mußten wir dann einer Mustang den ersten Platz lassen. Dauerte was bis die wieder voll war.

Bei 500 Liter pro Stunde Flugzeit fast so viel zum warmlaufen wie wir mit unserer C42 vom Niederrhein nach Freiburg, Schöner Flieger trotzdem.

Dann noch einen gemütlichen Ausklang in Staufen und wir warten auf Morgen .  Bon Nuit!!

Ein neues kleines Abenteuer

Lange war es ruhig in meinem Blog. Unsere Gästesaison ist zu Ende und nachdem ich eigentlich geplant hatte die andere Hälfte des Weges zu wandern, von der italienischen Grenze nach La Batie, ist nun ein anderes für mich spannendes Projekt dazwischen gekommen.

Die Überführung unseres UL C42 gemeinsam mit Jochen im Flug vom Niederrhein nach Sisteron.

Seid ein paar Wochen war klar, dass Jochen die Fliegerei teilweise aufgeben wollte und so stand die für diesen Fall schon lange geplante Überführung unseres gemeinsamen ULs nach Sisteron an. Ein Hallenplatz war zum Glück vorhanden und so wurde im Sommer die Umschreibung auf die französische Zulassung in Angriff genommen. Danke der Hilfe des für Frankreich verantwortlichen Importeurs lief das super problemlos. Das neue Kennzeichen ist da, der Flieger beim DULV abgemeldet, die alten deutschen Kennzeichen entfernt und die neue französische Nummer 04HR auf einer Fläche unten angebracht. 04 fürs Departement und HR als Nummer. Schon interessant wie sich die Systeme so unterscheiden.. Ach ja, dann habe wir ja noch eine zweite sogenannte Funkkennung. Hört sich schon mehr wie ein vertrautes deutsches Kennzeichen an: F-JBCB .

Na ja, auf jeden Fall bietet die französische Kennung viele Vorteile und wir beide können den Flieger bis ans Lebensende ohne neues Medical mit unserer französischen Lizenz fliegen. Ach ja, auch der Flieger braucht keinerlei Medical mehr in der Zukunft.

Gesagt getan, nachdem die Wetteraussichten positiv waren gings per Auto am 2.10. Richtung Deutschland. Am Pass vor Grenoble noch über den Wolken bei herrlichem Sonnenschein, folgten dann zwischen Dole und Dijon Wolkenstrassen die von Ost nach West, endlos den Himmel entlang liefen. Jetzt einen Segelflieger!!!!!

Die nächsten zwei Tage waren dann von dauernden Beobachtungen der sich immer mehr verschlechternden Wettervorhersagen geprägt. Aber unser Beschluss stand fest.

Am Mittwoch wollten wir los bis Bremgarten bei Freiburg. Ich hatte in der Nähe ein Zimmer gebucht und wir hoffen am nächsten Tag die restliche Strecke bis Sisteron zu schaffen.